- Wann
- Montag, 19. Oktober 2026, 10:00–16:00 Uhr
- Wo
- Erinnerungsort Topf & Söhne und Installation „Schattenwurf“ am Thüringer Landtag, Erfurt
- Für wen
- Jugendliche und junge Erwachsene
- Anmeldung
- bis 14. Oktober 2026
Anmeldung an
Kontinuitäten der Menschenverachtung: Lernen aus der Geschichte von Topf & Söhne und des NSU-Komplexes
Wir laden zu einem ganztägigen Workshop im Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz und an der Installation „Schattenwurf“ ein, dem Erinnerungsort für die Opfer des NSU-Terrors am Thüringer Landtag. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und die Frage, wie sich Menschenverachtung, Ausgrenzung und rechte Gewalt in verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen zeigen. Dabei nehmen wir bewusst zwei Perspektiven des Erinnerns und Gedenkens in den Blick.
Im ersten Teil besuchen wir den Erinnerungsort Topf & Söhne und beschäftigen uns mit der Geschichte der Firma und ihrer Rolle im Nationalsozialismus. Im Zentrum stehen die Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden und die Frage, wie ein Unternehmen und seine Beschäftigten in die nationalsozialistische Vernichtungspolitik eingebunden waren und welche Verantwortung daraus erwächst.
Im zweiten Teil widmen wir uns dem NSU-Komplex, dem Staatsversagen in Thüringen und den Kontinuitäten rechter und rassistischer Gewalt bis heute. Der Besuch der Installation „Schattenwurf“ öffnet den Blick auf die Gewalt des NSU, auf das Schicksal der Opfer und das Leid ihrer Angehörigen und auf die besondere migrantische Perspektive auf Erinnerung, Rassismus und gesellschaftliche Verantwortung.
Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Tag des Lernens, Diskutierens und Austauschs.

