Tagesworkshop zu Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus

Rückblick

In unserem Tagesworkshop zu Antisemitismus und antimuslimischemRassismus haben wir uns gemeinsam mit unserem Referenten Furkan Yükselmit den historischen Hintergründen, gegenwärtigen Erscheinungsformen undgesellschaftlichen Auswirkungen von Antisemitismus und antimuslimischemRassismus auseinandergesetzt. Ziel war es, ideologische Mechanismen zuverstehen und Zusammenhänge zwischen verschiedenen Formen von Diskriminierung sichtbar zu machen. Anhand von Bildanalysen und interaktiven Übungen haben wir untersucht, wie antisemitische Stereotype, diskriminierende Narrative und Feindbilderentstehen, weitergegeben werden und bis heute in gesellschaftlichen Debatten, im Alltag und in sozialen Medien wirken. Dabei haben wir uns insbesondere mit antisemitischen Bildsprachen, Zuschreibungen zu Geld und Macht so wieder Rolle von Verschwörungserzählungen als ideologische Deutungsmuster beschäftigt. Darüber hinaus haben wir die Verbindungen zwischen Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus thematisiert und darüber gesprochen, warum die Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Vorurteilen häufig auf Widerstände stößt. Im zweiten Teil des Workshops reflektierten die Teilnehmenden eigene Erfahrungen und entwickelten gemeinsam Perspektiven, wie Diskriminierung erkannt, ihr begegnet und ein solidarisches Miteinander gestärkt werden kann. Folgene Handlungsempfehlung wurde erarbeitet: Handlungsempfehlung: „Als Handlungsempfehlung wurde festgehalten, antisemitischen/rassistischen Äußerungen, Bildern und Verschwörungserzählungen nicht unwidersprochen zu begegnen, sondern Haltung zu zeigen, um eben jenen ‚fragilen Konsens‘ zu brechen.“ Vielen Dank an alle Teilnehmenden für die offenen Gespräche, die vielfältigen Perspektiven und die engagierte Mitarbeit!


Diese Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes „Jung, Demokratisch, Aktiv“ statt und wird durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie im Rahmen des Landesprogramms „Denk Bunt“ gefördert.